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Sozialpädagogische Einzelbetreuung
Der IpD sieht seine besondere Stärke in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die eine spezielle und individuelle Betreuung auf Grund ihrer Persönlichkeit oder Biographie benötigen.
Unumgänglich ist es aus unserer Sicht, dass in diesem schwierigen und anspruchsvollen Betreuungsfeld nur fachlich spezialisierte, kompetente und erfahrene Pädagogen tätig sein dürfen.
Darüber hinaus wird von den Mitarbeitern erwartet, dass sie sich gegenüber einem Betreuten wertschätzend, einfühlsam, authentisch, eindeutig und erklärend verhalten.
Diese dargestellten Grundvoraussetzungen an den Mitarbeiter sollen gewährleisten, dass die finanziell aufwendige Betreuungsform möglichst effektiv und letztendlich erfolgreich gestaltet werden kann.
Der IpD sieht in dieser Betreuungsform die besondere Chance, fehlentwickelte Sozialisationsprozesse (familiäre Sozialisation, schulische Sozialisation, u.a.) aufzuarbeiten.
Des Weiteren besteht in diesem Betreuungsfeld die Möglichkeit der Aufarbeitung von altersgemäßen kognitiven, motorischen und emotionalen Defiziten.
Das Ziel der gesamten Einzelbetreuung ist dahin ausgerichtet, dass das jeweilige Kind/der Jugendliche in die Lage versetzt wird, am familiären sowie gesellschaftlichen Leben konstruktiv und eigenverantwortlich teilzunehmen.
Wie dieses Ziel inhaltlich/methodisch erreicht werden kann, wird im Folgenden dargestellt:
Das Kennenlernen und Erlernen von alltäglichen Handlungen und lebenspraktischen Tätigkeiten
- Kennenlernen und Erlernen von häuslichen Tätigkeiten (Tisch decken und abräumen, Geschirr spülen, Staubsaugen, usw.)
- Vorteile einer Tagesstruktur bewusst machen
- Einkaufen
- Bewältigung des Schulweges o.ä.
- Hausaufgaben konstruktiv bewältigen lernen
- allgemeines sicheres Bewegen im Straßenverkehr
- Busfahren
- Gesunde Ernährung
- Hygiene
- Umgang mit Geld
- …
Gestaltung von Beziehungen im Alltag
- Selbstwertgefühl stärken
- wertschätzender Umgang mit anderen Menschen „einüben“
- Bewusstsein für tolerantes Verhalten schaffen
- den konstruktiven Umgang mit Frustrationen erlernen
- Bewusstmachung der persönlichen Bedürfnisse
- Bewusstmachung von Bedürfnissen anderer
- eigene Grenzen erkennen und den Umgang damit erlernen
- Grenzen anderer akzeptieren lernen
- Einüben von neu erworbenen sozialen Kompetenzen in Gruppen (Kindertreff, Vereine, Kirchengemeinden, usw.)
- Reflexion und Korrektur des vorhandenen Rollenverständnis (Mann, Frau)
- …
Erschließung des näheren und weiteren sozialen Raumes in Bezug auf den primären Lebensraum des Kindes
- Spielmöglichkeiten im näheren Umfeld (Stadtteil) erkunden, wie z.B. Spielplätze, Bolzplätze, Bachläufe, Waldstücke, usw.
- Erfassung und gegebenenfalls Besuch von „inoffiziellen“ Kinder- und Jugendtreffs im näheren Umfeld der elterlichen Wohnung
- Erfassung und gegebenenfalls Besuch von offiziellen Kinder- und Jugendtreffs im näheren und weiteren Umfeld (Stadt) der elterlichen Wohnung
- Besuch öffentlicher Einrichtungen (Bücherei, Schwimmbad, Zoo, usw.)
- …
Gestalten einer schulischen Integration
- Gewährleistung des Schulbesuches
- Reflektierte Begleitung des Schülers im Unterricht
- Unterbindung von aggressiven Handlungen im schulischen Kontext
- Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Pädagogen zwecks Integration des Schülers in die Klassen- und Schulgemeinschaft
- Aufbau von Beziehungen zu Gleichaltrigen, die über den schulischen Kontext hinaus von Bedeutung sind
- …
Ressourcenorientierte und klientenzentrierte Angebote (bei altersabweichenden Störungsbildern)
- Wahrnehmungsförderung
- Förderung von Fein- und Grobmotorik wie z.B. Bastelangebote, Malaktionen, Kreativangebote, Ballspiele, Wanderungen, Waldprojekte, usw.
- Kognitive Förderung wie z.B. Puzzle, Lernspiele, Hausaufgabenbetreuung, usw.
- Gezielte Situationen zur emotionalen Förderung bei seelischer „Verkümmerung“ schaffen (Das Zulassen von Gefühlen durch kreatives Arbeiten ermöglichen, das Äußern von Gefühlen zulassen, usw.)
Grundsätzlich muss auch geprüft werden, ob auf Grund der erkannten Defizite die Notwendigkeit einer speziellen Förderung erforderlich ist, wie z.B. Spieltherapie, Ergotherapie, Psychomotorik usw.
Erlebnispädagogik
Neben diesen bisher dargestellten Inhalten und Methoden hält es der Intensivpädagogische Dienst darüber hinaus für wichtig, in besonderen Fällen verstärkt erlebnispädagogisch zu arbeiten, um besonders gravierende Blockaden „aufzubrechen“.
Möglich sind dabei folgende erlebnispädagogische Projekte, deren Dauer von drei Tagen bis zu vier Wochen variieren kann:
- Zeltwochenende
- Fahrradtouren
- Wanderwoche
- Segeltouren
- Kanutouren
- Motorradtouren
- …